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Der Traveller unter den Früchten

  • Autorenbild: Brigitte Klefisch
    Brigitte Klefisch
  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Ein herrlich frischer Sommergenuss: ein Biss in das saftige Fruchtfleisch der Wassermelone. (c) Cute Solar

„Ich habe eine Wassermelone getragen!“ Kenner wissen es sofort: Es ist der legendäre Satz der schüchterne Frances „Baby“ Housemann bei ihrer Begegnung mit ihrem heimlichen Schwarm Johnny im Film „Dirty Dancing“. Und irgendwie ist es doch inzwischen fast eine kleine Hommage an eine herrliche Erfrischung.


Grün, einfarbig oder mehrfarbig, rund und oval, mit rotem, weißem oder gelbem Fruchtfleisch. Die Wassermelone ist ganzjährig in den Regalen des Einzelhandels zu finden. Besonders beliebt ist die „Citrullus lanatus“, so ihr botanischer Name, in der warmen Jahreszeit. Das Fruchtfleisch der Wassermelone ist erfrischend. Dank ihres hohen Wasseranteils von rund 92 Prozent gilt sie als durstlöschend und kalorienarm.


Ein Reisender unter den Gewächsen

Die ursprünglich aus Afrika stammende Melone wurde vorwiegend im Niltal von Ägypten angebaut. Schnell fanden die transportablen Kerne ihren Weg von Mesopotamien über Indien in den Fernen Osten. Wegen des günstigen Klimas konnten die Menschen im Mittelmeerraum bereits ab ca. 400 v. Chr. das Gewächs anbauen. Das Fruchtfleisch in jener Zeit schmeckte aber noch bitter. Erst mit den verschiedenen Züchtungen wurde das Innere süß. Ab dem 15. und 16. Jahrhundert fanden die Briten Geschmack an dem Exportschlager Wassermelone. Sie übernahmen den Transport nach Madagaskar, Mitteleuropa und Amerika.


Hinlänglich als Frucht gehandelt, gehört das Gewächs genau genommen zum Gemüse. Ein enges Verwandtschaftsverhältnis hat die Melone tatsächlich zur Gurke. Doch längst als Frucht etabliert, liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei schätzungsweise sechs Kilogramm pro Haushalt. 87 Prozent werden dabei in den Sommermonaten Juni bis September verspeist.

Absoluter Spitzenreiter beim Verzehr und Anbau sind die Chinesen. In asiatischen Ländern, wie China oder Japan, ist es üblich, eine Wassermelone als Gastgeschenk mitzubringen. Sie gilt als ein Symbol für Gastfreundschaft und Glück. Die Menschen in Japan lieben die Melone dank ihrer Gestaltbarkeit. Geschnitten oder geschnitzt in Würfel, Kugeln oder Pyramiden, sind sie ein ein beliebtes und oftmals verwendetes Dekorationsobjekt.


Lecker und gesund

Neben einem hohen Wasseranteil und einer geringen Kalorienmenge ist die Wassermelone arm an Mineralstoffen. Dafür ist ihr Gehalt an B-Vitaminen und Carotinoiden bemerkenswert. Eine Wassermelone enthält circa acht bis dreizehn Prozent Zucker. Somit ist sie weniger süß als die Honigmelone. Ebenso ist sie frei von Fett und Cholesterin.

Hauptlieferant ist Spanien und Italien. Einer der Hauptlieferanten ist das spanische Unternehmen CuteSolar. Anfang Mai kommen die ersten Wassermelonen nach Deutschland. Die Melonen stammen aus dem umweltschonenden Anbauverfahren. Mit Unterstützung der Europäischen Union können die Kerne in Solargewächshäusern der südpanischen Küstenregion Almeria natürlich heranreifen.


Jupiter, Reina und Sugar Baby

"Es gibt zahlreiche zum Verzehr geeignete Wassermelonensorten“, teilt die Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft in ihrer Zusammenfassung über die Wassermelone im Internet mit. Die Bundesanstalt hat eine interessante Zusammenfassung über die ovalen Torino-Melonen, die kernlosen Wassermelonen wie Jupiter, Reina oder Negra und all ihre Anverwandten zusammengefasst. Natürlich kommen auch die Wassermelonen mit rotem Fruchtfleisch, die Crimson Sweet oder Charleston Gray, nicht zu kurz. Dort ist auch zu erfahren, dass die weit verbreitete Sorte Sugar Baby die Sorte ist, die hierzulande zu den beliebtesten gehört.


Zusammenspiel von Natur und Zeit

So zeigt sich einmal mehr: Was auf den ersten Biss nur eine einfache Frucht zu sein scheint, ist es in Wirklichkeit das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels von Natur und Zeit.

In der Küche werden Wassermelonen vor allem in erfrischenden Speisen wie Eis, Obstsalat und Desserts zu finden. Ein ebenso erfrischendes Gericht ist das Wassermelonen-Gazpacho von dem spanischen Melonen-Anbauer CuteSolar:


Mega lecker und erfrischend: Wassermelonen-Gazpacho

Für 6 Portionen:

900 g Wassermelone

2 Tomate

1 kleine Paprikaschote, rot

1 kleine Zwiebel

100 ml Tomatensaft

2 EL Olivenöl

1 TL Granatapfelsirup

Salz und Pfeffer, aus der Mühle


Zubereitung:

Die Melone in grobe Würfel schneiden. Paprika und Tomaten entkernen und ebenfalls in grobe Würfel schneiden. Die Zwiebel fein würfeln. Alles in ein hohes Gefäß geben und zusammen mit Olivenöl und Tomatensaft pürieren.

Mit Granatapfelsirup, Salz und Pfeffer gut abschmecken. Die Masse durch ein nicht zu feinmaschiges Sieb passieren. Anschließend die Gazpacho für 2 bis 3 Stunden kaltstellen.

Zum Servieren in Gläser gießen und nach Bedarf garnieren.

Tipp: Zum Geschmack der Wassermelone passt besonders gut frische Minze oder Basilikum. (Quelle: Cute Solar)

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