Jamaika: karibische Insel voller Farben, Klängen und Begegnungen
- b-klefisch
- 2. Aug.
- 7 Min. Lesezeit

Die Schäden nach dem Hurrikan Melissa sind auf der Karibikinsel Jamaika weitgehend behoben. Vor allen in den von Touristen bevorzugten Gebieten. Eingerahmt vom Karibischen Meer präsentiert sich Jamaika mehr denn je farbenprächtig, liebenswert und reich bestückt mit wunderbaren Erlebnissen für jedes Alter.
Bob Marley im Herzen
Bob Marley ist allgegenwärtig. Zumindest in den Herzen und Köpfen der Jamaikaner. Seine größten Hits wie „Is this love?“ oder „Could you be love?“ erklingen allerorts auf den Straßen, aus Minibussen heraus, in Bars oder Cafés. Mit nur 36 Jahren im Jahr 1981 verstorben, verkörpert der Sänger bis heute den Spirit der Rastafari-Bewegung auf der Insel. Ihre Anhänger sind mit der auffallend bunten Wollmütze, der Tam, in Grün, Gelb und Rot auf den ersten Blick erkennbar.
Jamaica ist eine tropische Insel in der Karibik, südlich von Kuba und westlich von Haiti gelegen. Was die Insel auszeichnet, ist ihre bezaubernde Natur mit tropischen Regenwäldern und eindrucksvollen Gebirgen. Vor allem aber sind es die Inselbewohner, die jeden Aufenthalt zu einem wahren Vergnügen werden lassen. Gelassen und optimistisch heißt ihr Lebensmotto nach wie vor: „No problem!“.

Melissa hinterlässt keine Spuren
„Schon im Januar waren insbesondere in den touristischen Zentren achtzig Prozent der Hotels wieder eröffnet“, bestätigt Frank Grafenstein von Jamaica Tourist Borad. Strom, Internet, alles war wieder verfügbar. Die Zufahrtswege waren geöffnet. Jamaika-Experte Frank Grafenstein erklärt: „Die Menschen auf Jamaika sind auf Wirbelstürme gut vorbereitet. Mit Stufe 5 war Melissa im Oktober 2025 ein ungewöhnlich starker Hurrikan. Dennoch ist es den Menschen gelungen, innerhalb kürzester Zeit eine gute Infrastruktur wieder herzustellen.“ So ist nach einer zehnstündigen Anreise aus Europa auch das Half Moon Resort in Montego Bay wieder ein wunderbarer Stopp, um von einer ngenehmen, warmen Tropenluft und dem Duft des Meeres in Empfang genommen zu werden.
Während das Wasser in allen Schattierungen von Türkis bis hin zu Tiefblau in der Sonne leuchtet, stellt sich fast automatisch ein Gefühl der Lebensfreude und Gelassenheit ein. Nur wenige Gehminuten entfernt kommen Film-Fans in den Half Moon Villas auf ihre Kosten. In Cottage No. 10 hatte einst Roger Moore in seiner Rolle als James Bond übernachtet. Insgesamt drei Bond-Filme entstanden auf Jamaika. Der Bond-Schöpfer Ian Flemming hatte die Insel nach dem zweiten Weltkrieg für sich entdeckt. Hier konnte er sich zurückziehen und seine Filmhelden in atemberaubende Abenteuer schicken.
Schwimmen mit Pferden
Doch auch Jamaika-Besucher selbst können an diesem Ort außergewöhnliche Abenteuer erleben. Schwimmen mit Pferden ist ein Angebot von Trina de Lisser. Die ehemalige Springreiterin und engagierte Tierschützerin hat im Half Moon Equestrian Centre einen Ort erschaffen, in dem 18 ehemalige Rennpferde eine neue Heimat gefunden haben. Der Reithof ist ein Paradies für Pferdeliebhaber jeden Alters. Anfänger wie Profis können bei einem Ausritt am Strand entspannt die Umgebung erleben. Ganz wagemutige können sogar mit den Tieren schwimmen gehen. Erfahrene Pferdebegleiter sorgen dafür, dass jeder ein unvergessliches Erlebnis mit nach Hause nehmen kann.

Von der Vergangenheit zum Ort der Begegnungen
Wer noch mehr Action erleben möchte, sollte dem Yaaman Adventure Park in Ocho Rios einen Besuch abstatten. Fahrkünstler können wieder mit Buggy‘s das unwegsame Gelände erkunden. Wer lieber etwas gemütlicher unterwegs ist, kann sich in einem Waggon, gezogen von einem Traktor, durch das bewaldete Areal schaukeln lassen. Das Anwesen gehörte einst Sir Harold Mitchell. Das Haus erinnert heute daran, dass die einstige britische Kolonie mit Hilfe afrikanischer Sklaven Gewürze und Obst anbauen ließ.
Dieses traurige Kapitel gehört zum Glück der Vergangenheit an. Heute ist insbesondere die Terrasse ein Ort des fröhlichen Zusammenkommens. Bei einem Jerk-Kochkurs werden die Teilnehmer in die jamaikanische Kochkunst eingewiesen. Jerk ist eine jamaikanische Grillkunst. Zumeist wird Huhn mit einer feurigen Marinade eingerieben und über Holzrauch gegart.
Die Landschaft bei einer Rafting-Tour erleben
Ein Besuch Jamaikas bliebe unvollständig, stände nicht eine Rafting-Tour auf dem Programm. Der Rio Grande ist einer der längsten Flüsse Jamaikas. Über sechzig Kilometer lang hat er seinen Ursprung in den Blue Mountains – einem Gebirge, in dem die Bohnen des beliebten Blue Mountain Kaffees wachsen. In dem kleinen Ort Berrydale warten erfahrene Raft-Captains auf die Gäste. Auf einem Bambusboot geht die Reise entlang malerischer Landschaften. Mit einem langen Bambusstab bewegen die Männer mit reiner Muskelkraft das Floß über das Wasser.

Nach zwei Stunden gibt es einen kulinarischen Stopp. Hinter einer offenen Feuerstelle steht fröhlich lächelnd Belinda Grey. In großen, eisernen Töpfen hat sie Huhn, Fisch, würzige Soßen und den typischen „Rice and Peas“ zubereitet. Das ist Langkornreis mit Kokosmilch, roten Bohnen und verschiedenen Gewürzen. Das zubereitete Mahl schmeckt köstlich unter dem azurblauen jamaikanischen Himmel.
Jamaika, Reggae und Bob Marley
Ein abschließender Stopp führt in das Bob-Marley-Museums in der Hauptstadt Kingston. In dem ehemaligen Wohnhaus des Stars erinnern Schallplatten-Cover, Fotos und das Tonstudio an das Leben dieser jamaikanischen Legende. Und Jamaika wäre nicht Jamaika, würden die Museumsführer ihren Gästen nicht auch eine schwungvolle Gesangseinlage bieten. So gehört auch der letzte Abend der Reggae-Musik. Während langsam die Sonne im Meer versinkt, erklingen im Azul Beach Resort in der Negril-Bucht die melodischen Klänge einer typischen Steelpan. Den Sand unter den Füßen tanzen Gäste und Mitarbeiter und feiern Jamaika mit all seinen Farben.
Gut zu wissen:Die Hurrikansaison auf Jamaika dauert durchschnittlich von Anfang Juni bis Ende November. In dieser Zeit kann immer wieder vermehrt Niederschlag fallen. Das Risiko für tropische Wirbelstürme ist zwischen August und Oktober am größten.

Gut zu wissen:Die Hurrikansaison auf Jamaika dauert durchschnittlich von Anfang Juni bis Ende November. In dieser Zeit kann immer wieder vermehrt Niederschlag fallen. Das Risiko für tropische Wirbelstürme ist zwischen August und Oktober am größten.
Übernachten, Essen, Erleben
Jede der beeindruckenden Villen verfügt über fünf bis sieben Schlafzimmer, einen privaten Pool sowie auf Wunsch einen persönlichen Koch, eine Haushälterin und einen Butler. Die Gäste der Villen genießen an diesem Ort ihre Privatsphäre. Direkt am Meer gelegen trennen die Villen und das Resort nur wenige Gehminuten voneinander. Die Preise variieren je nach der Größe der Villa ab circa 1.200 Euro pro Nacht.
Das Jamaica Palace Hotel liegt in den Hügeln von Port Antonio. Auf dem fünf Hektar großen Gelände befindet sich ein Pool. Das Hotel ist in einem europäischen Palast aus dem 18. Jahrhundert untergebracht. Ein schöner Ort, um dem trubeligen Stadtleben zu entfliehen. Übernachtung ab 95 Euro pro Nacht.
Vom Restaurant und der Bar bietet das Lashings an der Südküste der Insel einen fantastischen Ausblick auf das Meer. Umrahmt von einer vielfältigen Fauna bietet das Hotel 18 Zimmer, fünf Villen sowie ein Penthouse-Apartment. Die Zimmer mit einem Kingsize-Bett sind einfach und zweckmäßig eingerichtet. Die Zimmerpreise starten ab 85 Euro die Nacht.
Das S Hotel Kingston befindet sich in der gehobenen und lebhaften Gegend von New Kingston, der Hauptstadt Jamaikas. Seine zentrale Lage bietet Zugang zu Restaurants, Unterhaltungsmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die 125 Zimmer bieten moderne Zimmer von Standard bis Deluxe. Übernachtung ab 144 Euro.
Die All-Inklusiv-Anlage bietet direkt am Seven-Mile-Strand viel Platz zum Relaxen. Das Resort verfügt über sieben Pools, mehrere À-la-carte-Restaurants und Bars. Eine gelungene Mischung aus karibischem Strandfeeling und modernem Komfort. Übernachtung ab 155 Euro pro Nacht.
Restaurants
Laut Caribean Journal eines der 50 besten Restaurants der Karibik. Die Küche bietet eine besondere Interpretation der jamaikanischen Küche und erzählt dabei die Geschichte der Kulinarik vom Land bis zum Meer. Gelegen auf dem Gelände des Half Moon Resorts.
Belinda's Riverside Restaurant
Am Wochenende sind viele Familien auf Booten auf dem Rio Grande unterwegs. Das brachte die Mutter von Belinda Grey vor über 40 Jahren auf die Idee, bei einem Stopp in ihrer Natur-Küche Kochkurse anzubieten. Inzwischen gehört der Stopp im Riverside-Restaurant zu einem Muss. Die typisch jamaikanischen Gerichte schmecken einfach köstlich.
Buchbar über https://www.irieholidaytours.com
Das Eits Cafe am Fuße des Holywell Nationsparks bietet Produkte vom Acker direkt auf den Teller an. Im Angebot sind fein zubereitete Salate, Currys und das typische Jerk Huhn, das über einem offenen Feuer gegrillt wird. Eits steht für "Europa im Sommer". Die Küche ist eine Fusion aus der jamaikanischen und europäischen Küche. Mit Blick auf die Blue Mountains bietet das Restaurant einen sensationellen Blick auf die Berge.
Miss Lily’s at Skylark verkörpert die besten Elemente einer modernen Küche bis hin zu klassischer Inselküche, freundlichem und coolem Personal und lebendiger und farbenfroher Atmosphäre. Das kulinarische Team wird von Adam Schop und dem in Kingston geborenen "Chopped Champion"-Koch Andre Fowles geleitet. Herzstück des Restaurants ist die hauseigene Räucherhütte und Grillstation. Genießen Sie unter dem Himmel Jamaikas geräuchertes und gewürztes Huhn, Schweinefleisch und Fisch direkt vom Grill.
Direkt am Strand des Fischerdorfes Alligator Pond gelegen offeriert das "Little Ochie" Fische der Region. Gäste können aus der Tiefkühltruhe direkt den Fisch aussuchen. In kleinen Bungalows vor dem Restaurant kann mit Blick auf das Meer die Fischgerichte genossen werden.
Unternehmungen
Vor über 30 Jahren von Trina DeLisser gegründet, bietet das Half Moon Equestrian Centre Jung und Alt erinnerungswürdige Erlebnisse mit Pferden an. Die Tiere stammen alle aus der Tierrettung. Begleitet von erfahrenen Mitarbeitern können verschiedene Ausflüge gebucht werden. Dazu gehört ein Ausritt entlang des Standes. Wer mag, kann mit den Pferden sogar schwimmen gehen. Pro Person ab 20 Euro.
Im 18. Jahrhundert war der Yaaman Adventure Park eine Plantage. Der Abenteuerpark bietet die Möglichkeit, die Natur mit all ihren Aktivitäten zu erleben. Dazu zählt die Erkundung der Secret-Blue-Höhle, die Fahrt mit einem Mud-Buggy oder ein Kochkurs.
Rafting auf dem Rio Grande
Die Tour über den Rio Grande startet in Port Antonio. Die Strecke von rund zehn Kilometern geht entlang einer bezaubernden karibischen Landschaft. Die Bambusboote werden von einem erfahrenen Kapitän per Muskelkraft bewegt. Eine beschauliche und erlebnisreiche Reise.
Rio Grande, St. Margaret's Bay, Portland Port Antonio
Buchbar über https://www.irieholidaytours.com / E-Mail: info@irieholidaytours.com, Ricarda Daley ist deutschsprachig, Tel 1876 887 1617
Der Holywell Recreational Park liegt in den Blue Moountains auf rund 1200 Metern über dem Meeresspiegel. Umgeben von tropischen Pflanzen, darunter Jamaikas Nationalbaum Blauer Mahoe, hat der Holywell fünf Wanderwege. Diese Naturwanderungen sind für Kinder und Senioren geeignet. In dem Gebirge der Blue Mountains wachsen die Bohnen des bekannten Blue-Mountains-Cafés.
Damian "Reds" Parchment wurde in Great Bay, Treasure Beach, geboren und wuchs dort auf. Mit über 20 Jahren Erfahrung und dem vom Jamaica Tourist Board zertifizierten Reiseleiter und Vogelbeobachtungsführer ist Reds absolut der lokale Wander- und Radexperte! Egal, ob Sie auf der Suche nach einem landschaftlichen, Freizeit- oder Extremerlebnis beim Wandern oder Radfahren sind, Reds hat


