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Mmmh - Gelato aus der Emilia Romagna zum Dahinschmelzen

  • b-klefisch
  • vor 13 Stunden
  • 4 Min. Lesezeit
Seit der Antike gehört ein erfrischendes Gelato zur Lieblingsspeise weltweit bei Jung und Alt. © by stevepb via Pixabay
Seit der Antike gehört ein erfrischendes Gelato zur Lieblingsspeise weltweit bei Jung und Alt. © by stevepb via Pixabay

Der Sommer läuft auf Hochtouren. Insbesondere an den warmen Tagen ist jetzt ein Eis mehr denn je willkommen. Wie Eis nicht nur genossen, sondern auch zelebriert wird, das beweist die Region Emilia Romagna. In der italienischen Region ist die handwerkliche Herstellung eine Mischung aus Leidenschaft und Wissenschaft.


Sommers wie winters gehört ein Eis zu einer erfrischenden Pause. Verschiedene Studien zeigen, das ein Eis mit zu den beliebtesten Süßspeisen gehört. Vor allem an den sehr heißen Sommertagen erreichen die Absatzzahlen von einem Eis im Hörnchen, am Stil oder im Becher rekordverdächtige Absatzzahlen. Allen voran: im Eisland Nummer 1, in Italien, lieben und genießen die Menschen ein gutes Gelato.


In der Region Emilia Romagna kommt dem Gelato eine besondere Bedeutung zu. Sie gilt als Zentrum der professionellen Gelato-Herstellung und des modernen Handwerks. Gleich vor den Toren Bolognas befindet sich die Carpigiani Gelato University. Sie ist eine der größten Ausbildungsstätten für angehende Eismacher. Direkt nebenan können Eis-Fans im Carpigiani Gelato Museum die Geschichte der italienischen Eisherstellung von A bis Z nachverfolgen. Im Angebot sind Führungen, Verkostungen und Eismachkurse. Von Sangiovese-Sorbet bis Blütengelato: ein kleines Who-is-Who der Gelaterias in der Emilia-Romagna.


Ausgezeichnet mit dem Tre Coni

Entlang der Via Emilia stellen Eismacher aus regionalen Zutaten wunderbare Eiskreationen her. Branchenzahl geben eine Zahl von etwa 1.100 Gelaterien und Gelato-Laboren an. Der Fantasie der Kreationen scheint es, sind keine Grenzen gesetzt. Von Blütensorbets über Sangiovese-Gelato bis hin zu ungewöhnlichen Eissorten mit dem Hartkäse Parmigiano Reggiano oder Balsamico reicht das Angebot leckerer Eissorten. Wie sehr die Gelaterien mit der Region verbunden sind, zeigt sich an den vielen Auszeichnung durch den Gourmetführer Gambero Rosso. Viele Gelatos der Emilia Romagna dürfen sich über den begehrten Tre Coni freuen.

Von Frucht, über Schokolad, bis hin zu Mozzarella und Hartkäse. Der Zutatenliste sind (fst) keine Grenzen gesetzt. Foto: (c) kerdkanno via Pixabay
Von Frucht, über Schokolad, bis hin zu Mozzarella und Hartkäse. Der Zutatenliste sind (fst) keine Grenzen gesetzt. Foto: (c) kerdkanno via Pixabay

Parma – Gelato, das von der Region erzählt

In der Gelateria Ciacco in Parma arbeiten die Eismacher eng mit regionalen Erzeugern zusammen.  Es werden ausschließlich ausgewählte Zutaten ohne künstliche Zusatzstoffe verarbeitet. Das Ergebnis sind außergewöhnliche Sorten wie Sorbet aus traditionell gereiftem Essig, Eis mit Bienenwachs oder in Eichenholz gereiftes Gelato. Je nach Saison kommen Spezialitäten wie Sorbet aus Violina Kürbis hinzu.


Fidenza und Piacenza – Eis als Kunstwerk

Die mehrfach ausgezeichnete Eismacher Gian Luca und Giulia arbeiten in ihrer Eisdiele Magritte - Gelati al Cubo eng mit kleinen landwirtschaftlichen Betrieben. Erlesene Zutaten werden in außergewöhnliche Kompositionen verwandelt. Klassiker wie Stracciatella bekommen mit Landbutter und Kakaomasse einen besonderen Geschmack. Auch die Sorte Sorrisi di Luce erhalten zusätzlich eine cremige Joghurtbasis mit Zitronenpulver und einem knusprigem Mürbeteig. Bei der Sorte Bacio Mandorlato trifft dunkle Schokolade auf geröstete Mandeln .


Salsomaggiore Terme (Parma) – Parmigiano im Eisbecher

Seit 1949 gilt die traditionsreiche Gelateria Sanelli für handwerkliches Gelato auf höchstem Niveau. Die Eisdiele verbindet klassische italienische Eiskunst mit außergewöhnlichen Ideen. Neben Fruchtsorbets aus saisonalen Feigen oder anderen Früchten gibt es Kreationen wie Parmigiano Reggiano mit Ingwer, Torta Barozzi oder zartes Roseneis. Originell und ausgefallen ist die süß-salzige Kombination aus Mandeln und dem berühmten Thermal-Badesalz von Salsomaggiore. Kombinationen, die der Eismachern einen Platz unter den besten Eisdielen des Landes sichert.


Reggio Emilia – Gelato vom Bauernhof

In der Cremeria Capolinea beginnt Qualität bereits auf dem Bauernhof. So stammen die Früchte für das Birnen-Zimt-Eis von einem Hof in Correggio, die Milch für das Fior di latte wird aus den Hügeln des Apennins geliefert. Das Sortiment verbindet italienische Klassiker mit saisonalen Spezialitäten. Neben traditionellen Eissorten wie Schokolade, Zuppa Inglese oder Zabaione entstehen neue Kreationen. Dazu zählt das Ricotta mit Haselnusscreme. Auch vegane Sorten sind im Sortiment zu finden.


Modena – Wenn Blumen zu Sorbet werden

Die Gelateria Bloom ist für ihre Blütensorbets weit über Modena hinaus bekannt. Was sonst Garten oder Blumenvase schmückt, landet hier im Eisbecher. Jasmin, Flieder, Veilchen, Ringelblume, Iris oder Magnolie werden zu aromatischen Sorbets verarbeitet. Selbst Blätter von Feigen-, Zitronen- oder Walnussbäumen dienen als Inspiration für neue Kreationen. Bloom beweist wunderbar, dass Gelato eine Reise durch Düfte, Farben und Aromen der Natur sein kann.

Ein Eispröbchen am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen. (Foto: (c)  Carpigiani Gelato Museum
Ein Eispröbchen am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen. (Foto: (c)  Carpigiani Gelato Museum

Bologna – Wenn Mortadella zu Gelato wird

Dass Eis auch eine herzhafte Komponente haben kann, beweist die Cremeria Scirocco. Das Gelato ist eine kulinarischen Überraschung und findet sogar einen Platz auf der Vorspeisenplatte oder beim Aperitivo. Zu den ungewöhnlichen Kreationen gehören Eis mit Mortadella Bologna und Ricotta, Gorgonzola und Walnüssen, Pecorino und Honig oder Kürbis mit schwarzem Pfeffer. Wer lieber traditionell genießt, findet außerdem Sorten wie Rum-Schokolade, Zitronencreme oder Malaga mit frischer Sahne und Rosinen.


Sant'Agostino bei Ferrara – Frühstück auf italienisch

Die Gelateria Teatro del Gelato ist für ihre experimentierfreudige Handschrift bekannt. Die Eismacher setzen auf einen reduzierten Zuckergehalt. Auf diese Weise sollen die natürlichen Aromen besonders gut zur Geltung kommen. Je nach Saison überraschen außergewöhnliche Sorten wie „Kräuter und Blumen“, Aprikose und Lavendel oder Gelato mit 24 Monate gereiftem Parmigiano Reggiano von den roten Kühen aus Reggio Emilia. Daneben erfreuen sich Eisliebhaber über Sorten wie Zabaione mit sizilianischem Marsala oder fruchtige Kombinationen aus Ananas, Banane und Maracuja.


Rimini & Riccione – Eis wie Sand an der Adriaküste

In Rimini und Riccione an der Adriaküste zeigen zwei Gelaterien, wie vielfältig modernes Eishandwerk gehen kann: Ciò Gelato in Riccione verbindet technische Präzision mit großer Kreativität. Im Angebot sind natürlich Klassiker wie Zitronencreme, Pistazie, Haselnuss und Stracciatella. Zusätzlich überraschen die Eis-Kreativen mit originelle Sorten. Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Sie reichen von Gianduione mit Rum über neapolitanische Pastiera und Zuppa Inglese bis zur Sachertorte. Sorbets aus Pfirsichen, Erdbeeren und Feigen bringen zudem den Geschmack der Romagna in den Eisbecher.


Nur wenige Kilometer weiter setzt die Gelateria Biologica Santa Colomba im Zentrum von Rimini nahe des imposanten Castello Malatestiano konsequent auf biologisch erzeugte Zutaten, glutenfreie Rezepturen und den Verzicht auf Emulgatoren sowie gehärtete Fette. Das mehrmals täglich frisch gerührte Sortiment umfasst über zwanzig Sorten. Darunter auch vegane Varianten. Neben intensivem Ingwer, fruchtigem Pfirsich und seidigem Fior di Latte entstehen je nach Marktangebot Kombinationen wie Käsekuchen mit weißer Schokolade, Streuseln und Himbeeren oder Zabaione mit Wein.


Übrigens:

 
 
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