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Wie Karl, the Fog San Francisco in einem besonderen Licht erscheinen lässt

b-klefisch
10. Juli
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 15. Juli


Die Golden Gate Bridge ist ein beliebtes Fotomotiv und sozusagen das Zuhause von Karl the Fog. Hier strömt der Küstennebel häufig vom Pazifik in die Bucht. (c)SanFranciscoTravelAssociation
Die Golden Gate Bridge ist ein beliebtes Fotomotiv und sozusagen das Zuhause von Karl the Fog. Hier strömt der Küstennebel häufig vom Pazifik in die Bucht. (c)SanFranciscoTravelAssociation

Wer ihm seinen Namen gegeben hat, weiß in San Francisco niemand. Trotzdem ist Karl, the Fog einer der prominentesten Bewohner der Stadt. Auf seinen Social-Media-Kanälen folgen dem legendären Nebel mehr als 600.000 Follower. Wer die Fotos, Clips und Infos liefert? Auch das ist ein Geheimnis.


"All that is sunny does not glitter, not all those in the fog are lost." ("Nicht alles, was sonnig ist, glänzt, nicht alle im Nebel sind verloren.") So begrüßt @KarltheFog die Besucher auf seinem Instagram-Kanal die Follower-Schar. Der Nebel entlang der kalifornischen Westküste und insbesondere in der San Francisco Bay Area ist vielleicht nicht immer ein gern gesehener Gast. Aber inzwischen doch ein akzeptierter prominenter Local der kalifornischen Stadt am Pazifik.


Die Ursache des Nebels

„Der Nebel in San Francisco und Umgebung wird als Advektionsnebel bezeichnet“, heißt es vom Deutschen Wetterdienst. Der Nebel bewegt sich horizontal und entsteht, wenn feuchtwarme Luft über eine kältere Oberfläche strömt und dabei abgekühlt wird. Hauptursache ist die Wechselwirkung zwischen dem kalifornischen Festland, dem Pazifischen Ozean und bestimmten Meeresströmungen.


Wann tritt der Nebel auf?

"Karl" legt sich hauptsächlich im Sommerhalbjahr über die Stadt, normalerweise von April/Mai bis Oktober, mit dem Höhepunkt der Nebelsaison im Juli und August. Während das Nebelhorn der Golden Gate Bridge im März durchschnittlich nur 30 Stunden ertönt, warnt es im Juli und August jeweils etwa 160 Stunden durchfahrende Schiffe vor schlechter Sicht. Die Golden Gate Bridge ist sozusagen auch sein Hauptschauplatz. Innerhalb weniger Minuten kann Karl das Wahrzeichen der Stadt in seinen Nebel einhüllen.


Welche Auswirkungen hat der Nebel?

"Karl the Fog" beschert San Francisco ein besonderes Mikroklima. Im Gegensatz zum im Sommer tagsüber oft sehr heißen amerikanischen Kontinent hat der Nebel in Kombination mit dem vom Pazifik wehenden Seewind eine kühlende Wirkung. Selbst im Hochsommer steigen die Temperaturen nachmittags durchschnittlich nur auf knapp 20 °C. Auf diese Weise wird San Francisco quasi natürlich klimatisiert.


"Karl the Fog" als Influencer

"Karl" ist seit 2010 auch als "Influencer" unterwegs. Er postet regelmäßig auf den Kanälen X, Instagram und inzwischen auch auf TikTok launige und mitunter sehr amüsante Kommentare über sich und seine Heimat. Es wird vermutet, dass sein Name „Karl“ auf die Figur des Riesen aus dem Film „Big Fisch) zurückzuführen ist.


Genau betrachtet zeigte der Riese im Film wie auch Karl the Fog, dass der erste Eindruck manchmal täuschen kann. Dass, was als geheimnisvoll oder lästig betrachtet wird, zeigt sich auf den zweiten Blick ganz anders. So wie der Riese nur ein echtes Zuhause gesucht hatte sorgt Karl für ein günstiges Klima und so ganz nebenbei auch für Aufmerksamkeit für seine Stadt.

Mehr Informationen über San Francisco hier


(Quelle: „Quelle Webseite Deutscher Wetterdienst (DWD)“



 
 
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