Mekong-Momente: Laos vom Wasser aus erleben
- b-klefisch
- vor 2 Tagen
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Aktualisiert: vor 14 Stunden

Der Mekong gehört mit zu den eindrucksvollsten Flüssen der Welt. Eine Reise entlang der laotischen Küste gehört mit zu ganz besonderen Momenten. Denn hier ist der Mekong oftmals noch ursprünglich und prägt das Leben der Menschen. Gut beschützt von der Wasserschlange Naga. Der Schutzgeist des Mekongs.
Still, ruhig, fast erhaben, dann wieder wild und unberechenbar. Auf 1.900 Kilometern fließt der Mekong entlang der laotischen Küste. Der Oberlauf dieses Flussabschnittes gilt unter Kennern als der schönste, aber auch unberechenbarste Flussabschnitt. Bei einer Reise von Vientiane, der Hauptstadt Laos, bis hin zum Goldenen Dreieck nach Thailand erleben die maximal 24 Gäste auf der "Mekong Star" auf über 800 Flusskilometern den faszinierenden Wechsel zwischen ruhig dahinfließenden Passagen und engen Kurven mit turbulenten Strömungen.
Erkundung des unberührteren nördlichen Mekong
Von den zwei Kapitänen sind dann höchste Konzentration und ein geschultes Auge gefordert. Gefahren wird nur tagsüber. "Der Fluss verändert ständig sein Bild", erläutert Sabine Geiger, dass der Mekong jeden Tag ein anderes Gesicht zeigen kann. Die Cruise-Direktorin hat lange Jahre in Laos gelebt und gearbeitet. Sie weiß, von November bis Februar herrscht Trockenzeit. Die "Mutter aller Wasser" zeigt sich dann eher von einer gemütlichen Seite.

Nur wenige Passagierschiffe sind auf dem nördlichen Teil des Mekongs unterwegs. Umso mehr beeindruckt die Stille dieses noch unberührten Landstrichs. Kein störender Verkehrslärm. Bäume wechseln mit kargen Felsen ab. Büffelherden weiden am Ufer. Ab und zu tauchen Hütten auf Holzpfählen auf. Im Grün eines Bergwaldes eingebettet sind immer wieder kleine Tempel und in sich ruhende Buddhafiguren zu sehen.
Die Beschützerin des Mekongs
Die Naga ist überall. Am Geländer eines Tempels, als goldene Skultpur und in zahlreichen Legenden. Der Wassergeist des Mekongs spielt im buddhistischen Glauben eine wichtige Rolle. Eine Legende besagt, dass der Naga-König Mucalinda den meditierenden Buddha beschützte, indem er seine Schlangenhaube über ihn ausbreitete.
Die Menschen in Laos haben eine besondere Beziehung zur Naga. Sie sehen in der Schlange ein lebendiges Wesen. Die Naga lebt in den Tiefen des Flusses. Dort soll ihr unterirdisches Reich liegen. Zum Ende der buddhistischen Fastenzeit heißt es, sollen leuchtende Kugeln aus dem Mekong steigen. Die Menschen am Fluss begreifen diese Erscheinungen als Grüße der Naga. Von Seiten der Meteorologen gibt es jedoch verschiedene Erklärungen, die dieses Phänomen ohne Zweifel erklärt.
Leben am Fluss
Neben den Legenden gehen die Menschen aber in erster Linie am Ufer ihrer Arbeit nach. Manche versuchen sogar, mit einer Goldwaschwanne dem Fluss etwas Goldstaub abzugewinnen. Der Reiseveranstalter Lernidee bietet seit über 20 Jahren Reisen in diese Region an. Mit der Mekong Star hat das Unternehmen seit 2025 ein Premium-Schiff im Einsatz, das keine Wünsche offenlässt. Was die Reise aber tatsächlich zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lässt, das sind die Begegnungen mit den Menschen entlang des Flusses.
Mit dem Chines Waterbuffalos auf Entdeckungstour
Auf dem Programm steht der Besuch in dem Dorf Ban Don Saignam. Mit den sogenannten "Chinese Waterbuffalos", einem Einachser auf drei Rädern, geht die holprige Fahrt zu einer Karsthöhle, die nur die Bewohner kennen. Ausgestattet mit einer Stirnlampe, führt der Weg fast durch ein verborgenes Stück Natur. Wie bei diesem Besuch sind es auch die Kinder im Dorf Ban Xang Hai, die zum Ufer des Flusses gelaufen kommen, um die ausländischen Gäste zu begrüßen.
Das Dorf ist als "Whiskey Village" bekannt, da hier der laotische Reisschnaps Lao Lao hergestellt wird. Auch dieser Besuch macht die Einfachheit deutlich, in der ein Großteil der laotischen Bevölkerung bis heute lebt. Befestigte Straßen gibt es kaum. Mensch und Tier leben auf den sandigen Wegen, die durch das Dorf führen. Zwar verfügt jedes Haus über Strom. Der unterliegt aber immer wieder Schwankungen.
Buddhistische Höhlen von Pak Ou in Laos
Buddhismus und Esskultur
Ein eindrucksvoller Ort der Stille sind die in der Nähe des Dorfes gelegenen buddhistischen Höhlen von Pak Ou. In beiden Höhlen befinden sich Altäre und Tausende von Buddhafiguren. Schon die Könige von Laos haben an dieser heiligen Stelle eine Buddhastatue gespendet und für Glück gebetet. Heute sind die Höhlen vor allem am Neujahrsfest ein beliebtes Ziel.
Laos gilt als eines der ärmsten Länder Asiens. Die Menschen leben vorwiegend vom Gemüse- und Obstanbau. Am Flussufer tauchen immer wieder Reisfelder und bewirtschaftete Nutzgärten auf. Die Erzeugnisse sind für den Eigenbedarf oder werden auf dem nächstgelegenen Markt verkauft. Ein Gang über die Märkte ist ein Muss. Auch wenn der europäische Magen durch eher gewöhnungsbedürftige Lebensmittel mitunter in Schwingungen versetzt werden kann.

Laos: Erfahrungen und Geschichte hautnah erleben
"Die Menschen können bei ihrer Versorgung nicht so wählerisch sein, wie wir das kennen", erklärt Sabine Geiger in einem ihrer Vorträge. Und, was vielen auch unbekannt sein dürfte: Laos gehört zum meistbombardierten Land der Welt. Während des Vietnamkrieges war das Land zwar neutral. Laos und Kambodscha liegen aber am Ho-Chi-Minh-Pfad. Und der galt als wichtigster Versorgungsweg der Amerikaner. Millionen Tonnen amerikanischer Bomben gingen auf das Land nieder. Viele davon können bis heute nicht geräumt werden.
Das Kennenlernen eines Landes und die Begegnungen mit den Menschen gehören zum Leitprinzip von Lernidee. "Wir möchten Erlebnisse schaffen, die mit Geld alleine nicht zu kaufen sind", sagt Felix Willeke, Geschäftsführer des Unternehmens. "Unsere typischen Gäste sind neugierig auf Geschichte, Kultur und vor allem auf die Menschen vor Ort, und sie bringen häufig eine Technikaffinität mit."
Am Ende einer abwechslungsreichen und zugleich berührenden Reise fällt der Abschied von der 16-köpfigen Crew und dem Land schwer. Bei einem Barbecue-Abend auf einer Sandbank wird allen noch einmal das exklusive Erlebnis in einer herrlichen Naturkulisse bewusst. Bei Gesang und Tanz feiern die Crew und die Gäste gemeinsam eine lange im Gedächtnis bleibende Reise. "La Gom", auf Wiedersehen, Mekong!
Info-Kasten:
Mekong-Flusskreuzfahrt Orchidee (Premium)15-tägige Schiffsreise in Laos und Thailand mit 11-tägiger Mekong-Flusskreuzfahrt mit der Mekong Star zwischen Vientiane und dem Goldenen Dreieck. So wie die Reise mit dem Postschiff entlang der norwegischen Fjorde als schönste Seereise der Welt bezeichnet wird, dürfte diese Mekong-Fahrt mit Ihrem privaten Premium-Boutique-Schiff Mekong Star durch wildromantische Landschaften als schönste Flussreise der Welt gelten. Erleben Sie Laos und Thailand auf der Mutter aller Wasser! Die beschriebene Reise startete in Bangkok und führte bis zum Goldenen Dreieck nach Thailand.
Technische Daten der Mekong Star• Länge: 52 m • Breite: 8 m • Tiefgang: ca. 1 Meter • Gewicht: ca. 420 Tonnen• Antrieb; 2 maritime Motoren mit je 550 PS • Schallgeschützte Schiffsgeneratoren, solarunterstütztes Energiekonzept • Katamaran, zwei Stahlrümpfe, drei Decks, Aufbauten aus Mahagoni und Teak-Holz • Baujahr 2025 • Flagge Laos • Kabinen 12 • Passagiere 24 • Crew 17 • Bordsprache Englisch • Bordrestaurant mit Innen- und überdachtem Außenbereich • Rezeption, Bibliothek, Spa-Bereich


